Hoover Dam(n it)

Taaaataaaaa – da sind wir endlich wieder. Haben Euch vermisst!

Leider hat sich das mit dem Online „gehen“ am Grand Canyon schwieriger gestaltet als zunächst gedacht. Eigentlich gab es im „Shower and Landry room“ Free Wifi. Aber das war zu dem Zeitpunkt als wir da waren „out-of-order“, da der „Admin“ dort gekündigt hat und keiner weiß wie das funktioniert. Ich hatte schon kurz überlegt – zum Wohle von panneontour – mir das Problem mal anzuschauen 😛

Inzwischen sind wir schon weiter gezogen und befinden uns am „Lake Powell“.
Aber wir möchten Euch noch zunächst von unserer Fahrt zum Grand Canyon berichten.
Montag, 13.06.2016
Auto gepackt, ausgecheckt, Handy mit Auto über Bluetooth verbunden, Spotify aktualisiert und auf zum Walmart. Die frischen Sachen wie Butter, Obst, Gemüse, Steaks, Eier, Brennspiritus etc. einkaufen, noch kurz tanken und auf geht’s von Nevada in Richtung Arizona. Und da ging es auch schon los – das Tanken fiel mir nicht so leicht. 😉 Zuerst Stand ich an der Supermarkt-Tanke von Sam’s und hab mit meiner Kreditkarte versucht dem Automaten dazu zu bringen mir Benzin zu geben. Keine Chance – nach einer Weile hilfesuchender Blicke habe ich jemanden angesprochen und herausgefunden, dass nur mit Sam’s Member Cards getankt werden kann. Okay – dann probieren wir es bei der Nächsten.
„Ah schau mal“ – dort ist auch direkt eine Shell Tankstelle. Shell kenn ich – kann ich.
Dieses Mal zuerst die Anleitung lesen und folgen – aber es fließt trotzdem nix aus dem Zapfhahn in den Toyota. Also gut – dann blamiere ich mich mal und geh in den Store und frage die Frau wie man tankt. Lächelnd erklärt Sie mir, dass ich erst bei ihr bezahle, dann die Säulenummer sage und sie dann die Säule frei gibt. Dazu hat Sie gleich die Frage hinterher geschoben, wo ich denn herkommen facepalm. ;)..Aber zumindest konnte ich jetzt tanken.

Jetzt aber los – wir haben noch 267 Meilen vor uns und die Uhr zeigt schon 13:30 Uhr. Denn heute müssen wir ein Zelt aufbauen. Aus Las Vegas raus begrüßt sehen wir die ersten Schilder „hoover dam“ nur 11 Meilen. Wir sind schon spät dran – aber einen kurzen Blick wollen wir doch riskieren. Also fahren wir ab und durchqueren „Boulder City“. Auf dem Weg zum Damm gibt es schon die ersten Hinweis Schilder mit Security Check. Diesen wollten wir vermeiden, da wir das ganze Auto mit Backpacks, Camping Sachen, Einkauf und sonstigen Sachen vollgeladen haben. Kurz vor den Checks konnte man noch eine Abbiegung zu einem wundervollen Ausblick über das „boulder basin“ genießen. Das ist die „letzte große Wasserstelle“ vor dem Staudamm. Oben angekommen, Fotos geschossen und zwei Informationsschilder zum später lesen fotografiert. Inzwischen war es 14:45 Uhr und wir sind nicht wirklich weiter gekommen. Also rein ins Auto – Motor starten und…..Fehlermeldung im Cockpit „Check Charging System“. Okay – Motor aus – Neu anmachen – Fehlermeldung immer noch da – Handbuch prüfen – Fehlermeldung suchen und feststellen, dass das Auto nicht mehr bewegt werden darf. Echt jetzt?  Na super – jetzt stehen wir auf einem Aussichtspunkt vor dem Hoover Dam und dürfen nicht mehr fahren. Theoretisch hat alles noch funktioniert – doch wer weiß was dann noch kommt und wir von Sixt verantwortlich gemacht werden. Also was tun? Sixt anrufen. Anne hatte zum Glück noch extra Geld auf die „prepaid Karte“ geladen. Es klingelt und eine automatische Telefonführung nimmt das Gespräch entgegen und leitet uns zum entsprechenden „Case Manager“. Übrigens – ein Anruf kostet 1€ pro Minute (wir wollten uns irgendwann mal eine Karte holen, weil es gibt ja überall Wlan 😉 ). Anne hat dem Gegenüber auf English unser Problem mit dem Auto erklärt und das es schnell gehen muss, da die Verbindung bei Guthaben Ende beendet wird. Kurz darauf haben wir bestimmt 5 Minuten in der Warteschlange gehangen. Die Nerven wurden zwischenzeitlich immer blanker, so hatten wir Zeitdruck für Campground und wann diese Warteschlange wieder aufhört. Nachdem wir fast im Begriff waren wieder aufzulegen kam der Gesprächspartner wieder und erklärte uns, dass das Auto getauscht werden muss. Es würde jemand vorbeikommen und er braucht noch die Adresse – und zack, war das Gespräch beendet. Ein weiterer Anruf ohne Geld ist nicht möglich. Aber hey – wir auf einem Foto-Stop und neben uns noch einige andere Leute. Also raus aus der Karre und versucht einen „Ami“ zu finden, mit dessen „mobile phone“ wir anrufen dürfen. Das ging auch wirklich sehr schnell – eine Frau war sehr hilfsbereit und hat uns anrufen lassen. Allerdings etwas ungewohnt – sie hat das Handy in der Hand behalten und die Freisprecheinrichtung eingeschaltet. Also Nummer neu wählen – wieder durch das Telefonmenü und dem neuen „Case Manager“ erklären, das wir schon mal angerufen haben, dann was das Problem ist und die Adresse noch mal durchgeben. Bei der Adresse hat uns die Frau dann unterstützt – da wir nur vom Hoover Dam gesprochen haben und einem Aussichtspunkt. Auf welcher Seite wir stehen (Nevada oder Arizona ) haben wir komplett ausgelassen.;) Auf die Rückfrage unter welcher Telefonnummer wir zu erreichen sind konnten wir keine Antwort geben, denn wie bereits erwähnt – die Guthaben sind runter telefoniert. Mit einem „ah-Okay“ und es kommt jemand in einer bis anderthalb Stunden wurde das Gespräch beendet.
An der Stelle muss ich echt mal sagen – Anne hat das wirklich super gemacht mit Anrufen. Respekt!!!:)

Also hieß es nun warten – in Nevada – Wüste – pralle Sonne auf einer Aussichtsplattform.
Nun hatte ich Zeit auch alle Infotafeln zu lesen. 😉

Nachdem 2h vergangen sind wurde die Zweifel doch schon lauter. Ob das wirklich funktioniert?
Sucht der Fahrer wirklich weiter, auch wenn er uns an der vermuteten Adresse nicht findet?
Noch dazu war noch nicht klar was mit dem Campingplatz bei nicht Ankunft und ohne Rückmeldung passiert. Aber – es blieb uns erst mal nichts Anderes übrig als zu vertrauen. Wir hatten uns vorgenommen nach max. 3h dann das Auto nach Las Vegas zu Sixt zu fahren – egal was wäre.

..und dann – nach 2.5h kommt ein Abschleppwagen – mit einem anderen Auto hinten drauf.
Die haben einen Abschleppwagen geschickt? 🙂 Hmmm…sonst fährt wohl kaum jemand mit so einem Auto auf eine Aussichtsplattform. Aber wie das Auto ankommt ist eigentlich egal – wir waren heilfroh dass es einfach da war. Dann ging auch alles ganz schnell – Auto abladen, Sachen umladen, kaputtes Auto aufladen, noch schnell mit dem Fahrer seinem Handy bei Campground angerufen und Abfahrt. Wohin? Zum „Hoover dam“, denn die Zeit ist jetzt eh egal. 😉

Irgendwann nachts um 23:00 Uhr sind wir endlich im Grand Canyon Nationalpark angekommen.
Kurz am Mc Donalds Wlan abgegriffen, genaue Adresse von Mather Campground rausgesucht – nen Cheeseburger gegessen und weiter ging es bis zum reservierten Platz. Stirnlampe auf und wie die Profis in 5 Minuten das Zelt aufgebaut. Heringe gab es keine mehr – wir waren zu müde und zudem kein Sturm in Sicht!;)
Nach ein paar Stunden Schlaf haben wir das Auto neu gepackt, das war durch schnelles umräumen mehr als durcheinander – die Wäsche ist gewaschen – Blog Artikel geschrieben und waren dann schauen  was der Canyon so zu bieten hat. 😉

Bitte habt noch ein wenig geduld mit uns – den nächsten Bericht gibt es sicher in den nächsten 2 Tagen, mit Bildern. Voraussichtlich haben wir da gutes WLAN!:))

Viele Grüße
Eure Weltenbummler!:)

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