Grand Canyon

Hey – da sind wir wieder,

und dieses Mal mit einem Bericht aus dem Grand Canyon.

Zunächst steht vielleicht noch eine Frage offen aus unserem Las Vegas Beitrag.
Was hat der Pat nun letztlich auf dem Stratosphere Tower gemacht? Ich muss Euch gestehen – nichts..noch nichts..wir sind an dem Abend mit vielen anderen Eindrücken festgehalten wurden, sodass wir den Strip nicht mehr zum Tower geschafft haben.
Aber ich sehe es gelassen – denn wir haben noch einmal eine Nacht Vegas auf dem Programm!:)

Nun aber wieder zurück zum G.Canyon.
Nachdem wir uns von dem etwas chaotischen Vortag erholt und auch sortiert hatten,
haben wir uns endlich auf die „Socken“ zum G.C. gemacht. Im Nationalpark fahren „free shuttle services“, die einem zum Visitor Center und von dort aus dann weitere Busse, die einen an viele Sehenswerte Stellen (points) bringen. Natürlich kann man die einzelnen „points“ entlang des „Rims“ auch zu Fuß zu erreichen. Diese Option zusammen mit den Bussen bietet einen eine große Flexibilität den Canyon ohne PKW, aber dennoch auf eigene Faust zu entdecken. Endlich am Visitor Center angekommen sind wir direkt hinter das Gebäude gestürmt und im nächsten Augenblick stockte der Atem. Etwas vergleichbar großes und aber auch schönes habe ich zuvor in meinem Leben nicht gesehen. Ich hatte

eine Vorstellung von dem Grand Canyon, aber die Realität hat es übertroffen. Damit hatte ich nicht gerechnet und das konnte man an der Stille meinerseits auch merken. Auf Anne hatte der Canyon eine ähnliche Wirkung. Sie kennt bereits viele schöne Naturschauspiele  aus Australien, aber auch der Canyon hat ihre Vorstellung übertroffen.

Was macht den Canyon so besonders? hhmmmm…zum einen sicher das Ausmaß.
Wenn man von der Südkante auf die Nordkante schaut hat das Augenlicht eine Strecke von 26 km zurück gelegt (an der Stelle wo wir waren). Wo können wir in Deutschland schon 26 km einfach gerade aus schauen ohne ein Objekt „im Weg“ zu haben?
Schaut man nach unten, blickt man „theoretisch“ 1800m in die Tiefe. Realistisch sind hier aber verschiedene „Felsberge“ innerhalb des Canyons. Aber auch selbst 300m können schon für ordentlich Bauchkrippeln sorgen!;)

Zum anderen, so denke ich, hat der Canyon etwas magisches was auf jeden persönlich wirkt. Für mich strahlt der Canyon eine unheimliche Ruhe und Kraft aus – nicht zuletzt auch Wärme :-D. In diesem Gefühl haben wir fast den ganzen „South Rim“ also die südliche „Kante“ abgelaufen. Die Wanderung von dem westlichsten Punkt „Hermitsrest“ zum Visitor Center entlang der Kliffkante ist ein Weg der Spitzenklasse, wenn man auf unwegsames Gelände, Steine, Wurzeln und teilweise 30cm von der Kante „steht“
Wer den sicheren Weg bevorzugt mit mindestens geteertem Weg und teilweise Geländer am Rand ist auf den Wegen rundum das Visitor Center am besten bestellt.

Um unsere Canyon Erfahrung komplett zu machen mussten wir natürlich auch einen Abstieg in die Schlucht wagen – yeah. Die Wahl stand zwischen zwei verschiedenen Trails. Unsere Wahl fiel auf „Kaibab Trail“ zur „Cedar Ridge“. Schon zu Beginn des Weges steht ein großes Warnschild. Besonders von einer Tagestour zum Colorado River und wieder zurück wird abgeraten. Eine schöne Präambel: „Down is optional, Up is mandatory“. Denn jährlich müssen ca 250 Wanderer aus dem Canyon gerettet werden.
Tatsächlich ist die Hitze nicht zu unterschätzen. Innerhalb des Canyons wird es immer wärmer. Eine Wasserversorgung auf dem Weg gibt es nicht, genügend Wasser ist also Pflicht. Nicht zu vergessen – salziges Essen wie z.B. gesalzene Nüsse. Andernfalls wird durch den überdurchschnittlichen Verzehr von Wasser der Körper entsalzen und schon gehen die nächsten Probleme los. Dank der vielen Warnhinweise konnten wir uns entsprechend Rüsten und man hat ein sicheres Gefühl beim Abstieg!;)

Morgens um 07:30 Uhr haben wir den Weg nach unten angetreten.
Auf Staub bedeckten und Serpentinenförmigen Steinfelsenswegen sind wir voller freudiger Erwartungen den Weg nach unten angetreten. Okay – es sei dazu gesagt – bis Cedar Ridge und zurück sind es umgerechnet ca 5km.. Aber auch wenn es nicht so tief in den Canyon geht – der Respekt läuft auf jeden Fall mit! Der erste Teilabschnitt ist der „OO AAH Point“. Super Aussicht bereits vom Weg und man hat die Felsen einmal direkt vor Augen und kann sie auch anfassen. Leider gab es hier auch einen unerwarteten Abschied, der mich jetzt noch schmerzlich trifft. Beim Selfie schießen hat ein starker Wind mich unwiederbringlich von meinen Basecap getrennt. Anne hat direkt ihr Basecap als Ersatz zur Verfügung gestellt, um die bereits ohnehin Sonnenbrand geplagte Kopfhaut nach wieder schnell zu schützen!;)

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Weiter im Abstieg schlängelt sich der Weg immer tiefer in den Canyon. Inzwischen ist der Weg von quer liegenden Hölzern, die wie eine Art Stufen markieren, gezeichnet und vor diesen Hölzern gibt es knöcheltiefe Kulen die fast so breit sind wie der Weg selbst. An den meisten Stellen kann man gut nebeneinander laufen – an anderen sollte man es nicht tun – andernfalls läuft man dann wahrscheinlich wirklich alleine weiter. 😉

Nach ca. 2h sind wir auf Cedar Ridge angekommen und waren von der Ruhe (manchmal kamen noch andere Wanderer) begeistert. Es ist noch mal ein anderes Gefühl inmitten zu stehen als nur von dem Rand zu betrachten. Auch hier ist ein Selfie wieder Pflicht!

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Der Aufstieg ging unerwartet schnell. Normalerweise sollten 2-3x soviel Zeit wie für den Abstieg eingeplant werden. Aber wir waren gut im tritt – hochwärts waren in ca. 1h während wir für runter 2.5h gebraucht haben. Besser so als andersrum!:)
(Siehe ganz unten Video)

Als letztes haben wir uns im östlichen Teil des National Parks den „Desert View Point“ angeschaut und von hier den „Sunset“ beobachtet. Das besondere an diesem „point“ ist super Aussicht auf den Colorado River (im Bild Links)

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Die ersten Camping Erfahrung sind ganz gut. Nachts wird es mit 9 grad Celsius schon recht frisch. Für die Lebensmittel im Auto ist das ganz praktisch – naja und wir bleiben somit gesehen dann auch recht frisch. 😉

Inzwischen sind wir vom Canyon wieder weg und waren 2 Tage am „Lake Powell“.
Jetzt sind wieder auf der Reise und übernachten 2 Tage vor dem Zion Nationalpark und haben halbwegs gutes Internet! Das bedeutet – Morgen gibt es vielleicht auch wieder ein Blog Update zum Lake Powell!:)

Viele Liebe Grüße
Eure Weltenbummler

 

Ps. Dies ist ein Video Experiment.
Habe leider erst nachdem Upload festegstellt, dass das Video im Querformat ist.
Aber ich stelle es trotzdem Online – so sieht man mal einen Teilabschnitt von dem Kaibab Trail!;)

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Ein Gedanke zu „Grand Canyon

  1. Ihr seit immer wieder für eine Überraschung gut ☺
    Der Blick ist herrlich und in manchen Situationen würde ich gerne mal mit euch tauschen… ?
    Ich habe letzte Nacht sogar geträumt,dass wir uns alle treffen… Ihr seht also, dass auch meine Sehnsucht nach Euch immer schlimmer wird…
    An einem Riesenrad ? standen wir alle und haben dann gemeinsam den letzten Weg bestritten….. Es klingt es lustig, aber wenn man das Riesenrad ? als Einheit sieht, so sind wir erst dann wieder komplett, wenn ihr dann bei uns seit…
    Fühlt euch ganz lieb gedrückt und vielen Dank für die schönen Bilder und die Berichterstattung… Sehnsuchtskussi

    Ich freue mich bald wieder etwas von euch zu lesen 😉 hel Fränze

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