Galapagos – Teil 1: Santa Cruz – Mittagspause mit Seelöwen:)

Huhu Ihr Lieben,

hier bin ich wieder – nachdem ich meine alaskanische Erkältung erfolgreich niedergerungen habe, darf ich nun auch wieder schreiben. lach
Dies ist ein besonderer Moment auf unserer Reise, der erste Blogbeitrag von den Galapagos Inseln. Eine Inselgruppe im Pazifik, deren einzigartige
und vielfältige Tierwelt bereits schon in der Schule behandelt wurde. So schien es seither immer ein sehenswertes, aber dennoch weit entferntes und teures Ziel.
Aber jetzt sind wir tatsächlich hier und ich kann es nur im Slang beschreiben „VOLL GEIL!!!!“.;)

Auf dem Weg von New Orleans zu den Galapagos Inseln sind wir nicht zimperlich mit uns umgegangen. Der Plan: Am donnerstagnachmittag um 17:00 Uhr in New Orleans einsteigen und am Freitagmorgen 08:10 Uhr in Baltra auf den Galapagos aussteigen. Dazu bedarf es 3 Starts und Landungen, etliche Sicherheitskontrollen & Scans, die Uhr vor und zurückstellen (Zeitverschiebungen zwischen „New Orleans, Miami, Quito und Baltra“) und einfach „nicht schlafen“. 😉

Die größte Sorge war unser Gepäck– bei solchen Flugreisen mit vielem Umsteigen und Airline Wechsel ist es nicht ungewöhnlich, dass das Gepäck auf der Strecke bleibt. In New Orleans haben wir unser Gepäck „durchchecken“ lassen, das bedeutet, bei Flugzeugwechsel kümmern sich die Airlines um Gepäcktransport – letztlich das Sorglos Paket.
In Quito angekommen sagen wir noch aus Spaß zueinander „lass uns noch mal auf das Gepäckband schauen, nicht das unsere Rucksäcke doch drauf liegen“.

Und?…was meint ihr?…

Natürlich lagen sie drauf. Oh Nein !!!– kaum haben wir „Spanisch sprechendes Terrain“ betreten und schon dürfen wir unsere Kenntnisse unter Beweis stellen. 🙂 Aber wir wollen uns nicht beschweren – das gehört nun mal dazu!:) Zudem ist das am Flughafen meist doch kein Problem Englisch zu sprechen, oder? Wir haben uns stückweise die Infos zusammen gesucht und aus den weiteren Erfahrungen geschlussfolgert, dass unser Gepäck hier raus musste. Denn wer auf die Galapagos Inseln (zu 97 Prozent Nationalparkgebiet) möchte, muss sein Gepäck neu prüfen und EXTRA versiegeln lassen. Hier geht es weniger um Bedrohungen durch Terrorismus, sondern eher um das Einführen von Erden, Pflanzen oder Tieren die dem Ökosystem „Galapagos Inseln“ schaden könnten. Naja wir waren gespannt, schließlich hatten wir ja eine komplette Campingausrüstung dabei. Aber wie ihr ja dem letzten Bericht aus Alaska entnehmen konntet, haben wir vorsorglich das Campingzeug in der Dusche gewaschen und gesäubert und das Bad und Zimmer damit blockiert  😉

Nun gut, ging alles problemlos. In Baltra angekommen wurden wir nach einem erneuten Gepäckcheck durch einen Hund und Scanner endlich auf die Inseln gelassen und von unserem „Hostal“ abgeholt. Mit Bus, Boot und Auto ging es über Stock, Stein und Wasser. 🙂

Der erste Eindruck? Wie erwartet fühlte sich alles erst einmal fremd an. Landschaft, Kultur und Sprache – alles wurde ausgetauscht. Die Reise mit dem Bus führte durch eine vertrocknete Landschaft. Alles war total dürr und sah leblos aus – waren wir hier wirklich richtig? Nachdem wir das Boot erreicht haben kam der erste helle Schein, strahlend türkisblaues Wasser. Das sieht doch schon mal gut aus. Weiter auf der Insel „Santa Cruz“ wurde die Umgebung immer grüner und abwechslungsreicher bis wir irgendwann freilaufende Riesenschildkröten am Straßenrand und Wiesen passiert haben. Irgendwann kam sogar ein „Achtung Schildkröten“ Schild. Das hat uns gereicht, um völlig aus dem Häuschen zu sein!! Jetzt sind wir sicher – hier sind wir definitiv richtig!!!P1200596_Galapagos_WasserzeichenIm „Hostal“ angekommen war für diesen Tag trotzdem nichts weiter geplant als „Essen und Schlafen, endlich mal schlafen, endlich mal laaaaange schlafen!“.

Am nächsten Tagen hat es das Universum (wie Hape Kerkeling es in seinem Buch zu sagen pflegte) gut mit uns gemeint. So haben wir einen Amerikaner kennengelernt, der in Miami wohnt und fließend Englisch und Spanisch spricht. Zudem hat er uns aufgeklärt, dass in Miami längst Spanisch die vorherherrschende Sprache ist und nicht wie erwartet Englisch. Dies erklärte uns auch, warum in Miami alle Flughafendurchsagen erst in Spanisch und dann auf Englisch gemacht werden – ja in Miami, in den USA… 🙂
Mit seiner Hilfe konnten wir recht schnell und einfach an die notwendigsten Informationen kommen, „wo kann man hier was einkaufen“, „wie komme ich am besten von A nach B“, „welches Restaurant hat gutes Essen zum guten Preis“ und „Was hast Du schon alles hier gemacht bzw. kannst du empfehlen“. Joseph war selbst erst seit 2 Tagen da – so haben wir für den Nachmittag ein Taxi bestellt, um gemeinsam die Santa Cruz Sehenswürdigkeiten zu bereisen. 🙂

Als wir dann pünktlich an unserem „Meeting Point“ waren sind aus 3 Personen 4 geworden.
Juan aus Paraguay kam noch mit, Joseph hat ihn irgendwo aufgegabelt. Juan spricht Spanisch und Englisch und senkt die Kosten für das Taxi – mehr müssen wir erst mal nicht wissen. 🙂 lach

Auf dem Plan stand:

  1. Krater anschauen
  2. Riesenschildkröten begegnen
  3. durch einen Lava-Tunnel laufen oder eher kriechen?

Der Krater war echt fasziniert. Unter den Lavaschichten hatte sich ein Hohlraum gebildet. Irgendwann wurde die Last dann doch zu groß und die Decke ist eingestürzt. Von diesen Kratern gibt es zwei direkt in unmittelbarer Nähe. Die Krater sind beide riesig und komplett begrünt – was für ein riesen Hohlraum. Die Steilwände waren Kohlschwarz und der perfekte Hintergund für das satte Grün. Wir hoffen es kommt auf den Bildern so rüber wie wir es gesehen haben! Wir nun schon merkt, die meisten Inseln von Galapagos sind also durch vulkanische Aktivität entstanden….

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Nach diesen tollen Eindrücken sind wir zur Schildkröten-Farm gefahren. Also Farm ist nicht der richtige Begriff. Hier leben die Schildkröten in größerer Anzahl auf einem privatisierten Grundstück. Eintritt wird nicht verlangt und gleich nach dem ersten Schritt aus dem Auto wird es Surreal: da fällt der Blick auf eine Riesenschildkröte, die vor einem angeleinten Hund steht? What? Schildkröte –  Hund zusammen? Sehr ungewohnt! 🙂 Beim weiteren umschauen findet man immer mehr dieser gemütlichen Urtiere und man darf sie aus nächster Nähe beobachten. Zwei Meter Abstand, kein Blitz beim Fotografieren, nicht füttern, das sind die Regeln. Aber als halbe selbstausgebildete Parkranger von den USA ist uns das nicht neu und respektieren das „Wildlife“ im höchsten Maße!
Was einem durch den Kopf geht, wenn man eine Schildkröte beim Laufen, beim Fressen beobachtet – nichts – man schaut einfach fasziniert zu. 😉

Als letztes standen die Lava Tunnel auf dem Programm.
Ein 400m langer natürlicher Tunnel unter der Erde. Viel mehr wissen wir darüber nicht, aber die Schlagworte Lava, Tunnel, unter der Erde reichten uns aus, um uns darauf zu freuen! Eine hängende Stromleitung führt durch den Tunnel an der alle paar Meter eine Glühbirne hängt – das sorgt für das richtige „Tomb Raider Feeling“. 😉 Worauf wir uns hier eingelassen haben, das seht ihr Euch am besten in diesen beiden Videos und Bildern an:

 

 

Noch eins dazu – als der Weg immer steiniger wurde, bekommt man schon ein seltsames Gefühl. Das Highlight war dann das Durchkriechen durch die Felsspalte, um zum Ausgang „B“ zu kommen.

Das war für Tag 1 doch eine ganze Menge erlebtes und wir lassen zufrieden den Abend ausklingen! 🙂

[Tag 2]
Der zweite Tag sollte für uns eine Erkundungstour auf eigene Faust werden. Einfach durch die Gegend schlendern, Hafen anschauen und vielleicht noch das „Darwin Center“ besuchen. Also machten wir uns auf die „Socken“ und was wir da zu sehen bekamen war im ersten Augenblick unglaublich. Aber seht doch lieber selbst:

Und das alles innerhalb und rund um Santa Cruz – „incredible“. Wir sind sehr DANKBAR, dass wir das erleben dürfen!

Zur Belohnung des Tages haben wir uns ein Essen im Restaurant gönnen wollen. Die Kellner stehen an der Straße und sprechen einen auf das Tagesangebot „..gerade erst frisch gefangener Fisch, $20 für zwei Personen“ – ich konnte gerade noch so nachfragen wie der Fisch serviert werden würde, da hatte Anne schon längst Platz genommen. 🙂
(man muss wissen, das war mein erster unfiletierter Fisch)
Das Essen war sehr lecker und ich glaube, gemeinsam haben wir den Fisch doch sehr gut „zerlegt“. Da hat sich das ständige Zuschauen beim „Fish-Processing“ in Alaska doch auch noch bezahlt gemacht. 😉

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[Tag 3]
…begann mit einem ruhigen Start in den Tag. Tagesziel sollte eine Wanderung zum viel gelobten „Tortuga Beach“ sein. Um zu diesem Traum von Strand zu gelangen muss man zunächst einen 2km langen Pflastersteinpfad durch dickstes Dickicht bewältigen. Wie man dort einen Weg reinbekommen hat ist mir ein Rätsel, aber ganz offensichtlich ist es möglich. 🙂
Am Ende des Weges werden die Augen mit einem reinen sandfarbenen Strand verwöhnt, dazu türkisfarbenes Wasser, dessen Wellen die Spitzen weiß Tupfen – wie im Bilderbuch. Wir sind hin und weg! 😉 Schwimmen darf man hier nicht – zu starke Strömung, aber alleine barfuß laufen ist ein Hochgenuss. Natürlich trifft man auf diesem Weg auch wieder die Leguane, die übrigens auch sehr gute Schwimmer + Taucher sind. Bis zu einer Stunde können sie ohne Sauerstoffflasche unter Wasser bleiben – genial! So ein Schnappschuss brauchen wir auch noch! 😉
Dazu sein noch gesagt – kein anderer Leguan auf dieser Erde taucht – diese Eigenschaft gilt nur den Galapagos-Leguanen (Iguanas).

„Um die Kurve“ befindet sich ein weiterer Strand, an dem fahren die Wellen nicht so ein und hier ist auch Baden und Schnorcheln erlaubt. Eigentlich wollten wir nicht baden – aber wo wir doch schon mal da waren. Zudem war das Wasser auch nicht ganz so kalt wie erwartet – da muss man einfach die Chance nutzen! 😉 Nach einer Weile bekamen wir dann auch Besuch – ein kleiner Riffhai wollte nach dem Rechten sehen.
Wie cool – was man dann wohl erst alles mit dem Schnorchel sehen kann!?!?:))))) Also genau genommen kann man mit dem Schnorchel gar nichts sehen – man sollte damit lieber Luft holen. ;)))

Inzwischen ist es uns auch gelungen unsere ersehnte Bootsreise um die Galapagos Inseln zu einem Schnäppchenpreis zu buchen (haben ein paar Restplätze ergattert ;-)). So werden wir 6 Tage um den westlichen Teil der Galapagos schippern und schnorcheln. JuHuuu!!!!. Zuvor verbringen wir noch 3 Nächte auf „Isla San Christobal“ und haben damit insgesamt ein gutes Gefühl, mit unseren Möglichkeiten, einiges von den Galapagos-Inseln zu sehen. Nun hoffen wir ganz fest auf gutes Wetter, gutes Timing für Wildlife und gute Sicht!! 🙂

Hier eine kleine kurze Beschreibung: J

Punkt 1:     Insel Santa Cruz und unser Aufenthaltsort „Puerto Ayora“
Punkt 2:     Baltra – Airport
Punkt A:     6 Tägige Bootstour
Punkt B:    3 Tage San Christobal

erklaerung-reise

Zudem haben wir heute Infos in Erfahrung bringen können wo die „Locals“ Essen gehen. so lagsam sind wir angekommen…. Inzwischen sind wir nun ja auch schon eine Woche hier und haben das Meer, die Tiere und das Essen genießen können!!! Auf nach San Christobal und mal sehen was uns da Spannendes erwartet!

 

Liebe Grüße von den Galapagos!!!
Eure Weltenbummler! 🙂

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