Uns laust der Affe und schmeckt die Katzen-A-A…

Liebe panne- Fan’s,

ich wollte Euch ja nun unbedingt noch von unseren Ausflügen auf Bali erzählen. Wir haben ziemlich schnell begriffen, dass wir uns von einigen Plänen verabschieden können, denn egal was man hier vor hat- jeder Ausflug wird zu einem Tagestrip. Und diese sind anstrengend bei den feuchttropischen 30 Grad und erbarmungsloser Sonne. Für eine Strecke von 35 Kilometern darf man mindestens eine Stunde Fahrzeit einplanen- und das mit einem guten Auto und auf den „Fernpisten“ der Insel. Zur Villa gehört ein exklusiver Fahrdienst, der zu jeder Tages- und Nachtzeit für uns da ist- aber natürlich extra bezahlt werden muss. Die Stunde liegt bei ca. 5 € für Auto und Fahrer. Krassi oder?! Exklusiv ist dann auch der Fahrer, unser inzwischen lieb gewonnener Tu Dé, der uns sicher und gut gelaunt über die Insel schaukelt.

Uns laust der Affe

Drei Stunden brauchten wir ins 80 km entfernte Ubud- dem kulturellen, kulinarischen und künstlerischen Zentrum der Insel. Anne & Pat hatten ja schon darüber berichtet, daher kann ich direkt auf den Punkt kommen. Neben dem Lotusgarten von Ubud besuchten wir mitten im Zentrum den „Monkey Forest“ und hier war unsere Truppe doch genau richtig- Ihr versteht 😉 ?! Ein kleiner Naturpark mit hunderten Bäumen und ebenso hunderten frei lebenden Javaneraffen. Heiliges Wasser und hinduistische Tempel gehören zum Park- also ein wichtiger Ort für die Einheimischen und dementsprechend behütet und gepflegt. Die kleinen Äffchen sind für ihre Frechheit bekannt, hüpfen gern mal auf die Köpfe der Besucher oder nehmen ihnen vermeintlich interessante Sachen ab. Wir hatten dank der vielen Warnungen alles sicher verstaut und versteckt. Dachten wir! Pat schlenderte gemütlich neben mir, wir schauten gebannt zu, wie sich die Affen lausten und kraulten. Mit einem blitzschnellen Sprung hatte ein Bewohner den panne- Rucksack erobert und zack- war das panne- Maskottchen im Affenwald verschwunden. Wir schauten uns mit großen Augen an und dachten echt, uns laust der Affe. Diese Aktion lief in wenigen Sekunden ab und dabei war das Maskottchen an einer Kette befestigt. Was für eine Kraft die kleinen Gesellen haben!

An dieser Stelle liebe Freunde, trauern wir um den treuen Begleiter von Anne und Pat. Dem Maskottchen „panne“, welches die beiden seit Alaska um die Welt begleitete. Stellen wir uns einfach vor, dass er neue Freunde gefunden hat und sich wohl fühlt auf Bali.

Wie „A-A“ zu unserem kulinarischen Highlight wurde

Vielleicht habt Ihr schon einmal von den Schleichkatzen gehört, die hier in Indonesien leben und besonders gern die hier wachsenden Kaffeebohnen vernaschen. Genau hier entsteht dann auch der teuerste Kaffee der Welt, den man in Europa für rund 250 € pro Kilo verkauft. Die kleinen Schleichkätzchen können nur das Fruchtfleisch verdauen, die Kaffeebohne wird unverdaut ausgekackt. Danach wird sie mühsam eingesammelt, (hoffentlich) gut gereinigt, geröstet und: landet bei den Bewohnern der panne- WG auf dem Tisch 🙂 . Wir besuchten eine Rösterei im Zentrum Bali’s und wurden bei einer kleinen Führung mit dem edlen Getränkt verwöhnt. Es hat völlig anders als normaler Kaffee geschmeckt, ein für uns alle neues und angenehmes Aroma. Kenner wollen darin „einen erdigen, modrigen, milden, sirupgleichen, gehaltvollen Kaffee schmecken, der mit Untertönen von Dschungel und Schokolade aufwartet. Also solche Geschmacksexplosionen konnten unsere Gaumen nicht vermelden, aber wir fanden ihn so toll, dass wir gleich im Shop die Geldbörsen zückten. Der Preis war nicht wirklich anders als in Europa, runde 10 € für 50 Gramm. Ein Vermögen für die Einheimischen. Aber wir waren schließlich auf einer kleinen Biofarm, die selbst rösten und nur an vorbei kommende Touri’s verkaufen. Ein Erlebnis für uns 🙂 !

Im Tirtagangga- Wasserpalast

Auf Bali werden unglaublich viele religiöse Zeremonien abgehalten, so dass wir leider keinen der berühmten Tempel besuchen konnten. Aber der Tirtagangga- Wasserpalast- der kam auf die Liste unserer Reiseziele. Der letzte König von Bali ließ 1947 den üppigen Palast bauen, an dessen Teichen und Becken er mit Meerblick lustwandeln konnte. Der Park war echt toll und wunderschön bewachsen, was uns wiederum lustwandeln ließ.

Wir erschnorcheln ein Schiffswrack

Jule, Anne und Pat sind ja schon alte erfahrene Schnorchelhasen, dennoch gab es hier auf Bali ein lohnenswertes Ziel. Ein amerikanisches Schiff wurde hier nur 25 Meter vor der Ostküste von Bali im zweiten Weltkrieg von einem japanischen U- Boot torpediert und blieb am Strand von Tulamben liegen. 1963 sorgte ein Lavastrom bei einem Vulkanausbruch für das abrutschen des Schiffes ins Meer. Es liegt in einer Tiefe von nur ca. 30 Metern und ist damit ein ideales Ziel zum schnorcheln. Kevin und der Ö sollten hier ihr Erlerntes aus „Panne’s snorkeling school“ in freier Wildbahn umsetzen. Der arme Kevin war aber von Ohrenschmerzen geplagt, die wir alle mit „Schnorkelunfähigkeit“ bescheinigten. Also blieb nur mir eine Premiere im Meer. Ohje! Vor dem Meer stehend hatte ich trotz meiner halbwegs guten Versuche im Pool mächtig schiss. Wasser ist eigentlich gar nicht mein Element. Aber die Ausrüstung war gemietet und der Rest der WG  ignorierte die flehenden Rufe vom Ö um Gnade. Nach zwei Metern hatte ich auf jeden Fall schon die Nase voll von den Flossen, also ohne rinn ins Meer. Ich war mir ziemlich sicher, dass alle zum Wrack paddeln konnten und ich einfach vorne im sichereren Küstenbereich bleiben würde. Aber die bunten coolen Fische, die sofort zum Vorschein kamen, weckten doch noch meine Neugier und ich hastete irgendwie zu den überraschten Dreien dazu. Als ich dann schließlich noch die Halterung meiner Tauchbrille abgerissen hatte, mein schlechtes Gewissen nun am Rande des Erträglichen war (denn Anne übernahm die defekte Brille), musste ich mich beruhigen und los ging’s. Was soll ich sagen? Es war echt überwältigend!!! Wahnsinnig viele bunte große und kleine Fische, die sogar neben mir auftauchten und neugierig mit mir kamen. Unten das etwa 120 Meter lange zerbrochene Wrack, das wirklich gut zu sehen und mit tollen Korallen und Schwämmen bewachsen war. Fischschwärme um mich herum. Voll cool! Nach mehr als einer Stunde hatten wir alles gesehen und waren um ein aufregendes Erlebnis bereichert. Das besondere hier war natürlich das wirklich angenehm warme Wasser und die klare Sicht. Zu Hause angekommen bemerkte ich allerdings Strümpfe an meinem Körper, obwohl ich gar keine an hatte 🙂 . Ich hatte die Sonnencreme vergessen und alles was die Sonne auf Ö’s schöner Rückseite erwischen konnte, zauberte sie in ein leuchtendes Rot. Die Tauchschuhe und das T-Shirt zeichneten sich deutlich vom Rest ab und so bleibt mir für die nächsten Tage eine bleibende Erinnerung. Meine Schnorkellehrer ließen aber abends noch After-Sun-Aloe Vera-Gel über mich kommen und so ist es ganz erträglich 😉 .

So Ihr Lieben, ich hocke nun schon wieder viel zu lange im panne- office, während die anderen schon längst im Pool planschen. Ich muss also zum Ende kommen. Aber wir melden uns noch einmal- versprochen.

Aber vorher wünschen wir Euch allen FROHE OSTERN und relaxte freie Tage 🙂 !!!

Euer Ö aus der panne- WG mit liebsten Grüßen von Jule, Kevin, Anne & Pat !

Da Ihr nicht so gutes Wetter habt wie wir, verwöhnen wir Eure Äuglein noch mit einem schönen Sonnenuntergang, aufgenommen vor unserer Villa…

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