Südseetraum – von Tahiti nach Tahaa…

Hallo ihr Lieben,

Zum Fest noch ein Artikel von uns…! Wir verbringen die Weihnachtszeit (wie ihr ja wisst) dieses Jahr in der Südsee und sind von der Osterinsel aus direkt nach Tahiti geflogen. Französisch-Polynesien ist sicher kein klassisches Backpacker-Ziel, aber auch hier ist es möglich! Neben den großen Hotelketten gibt es viele Pensionen, die bezahlbar sind und den Aufenthalt an manchen Orten viel authentischer machen!
Wir sind zunächst nach Tahiti geflogen und zwar mal wieder mit einem Dreamliner – ganz ehrlich, so ein nettes Team an Flugbegleitern hatten wir noch nie!!! Unser Steward war sehr bemüht und es gab neben lächelndem Personal zum Essen Wein dazu, am Ende sogar noch eine Extra-Tüte mit Süßkram ganz für uns allein! Dementsprechend kamen wir gut gelaunt mitten in der Nacht auf Tahiti an. Eine kurze Taxifahrt später waren wir in unserer Pension und unser Host hat uns mitten in der Nacht (01:00Uhr) jegliche Informationen gegeben, die man sich vorstellen kann. Gefüllt mit diesen Informationen fielen wir ins Bett. Am nächsten Morgen haben wir uns erst einmal auf den Weg zum Supermarkt gemacht und waren uns sicher – wir müssen in Frankreich sein;-) ! Es gab Baguettes, Käse, Cidre und alles was das Herz sonst so nach 3 Monaten Südamerika begehrt. Die erste Freude verflog jedoch auch schnell bei den angeschriebenen Preisen! Hui – da kommt noch mal der „Ende der Welt Aufschlag“ drauf.
In Sachen Kopfrechnen werden wir ja immer fitter, aber man muss sich immer erst einmal daran gewöhnen! Schnell fanden wir heraus, dass Baguettes eines der wenigen günstigen Nahrungsmittel hier ist – aber ehrlich – es hätte schlimmer kommen können 😉 !
Nach einem ausgiebigen Frühstück haben waren wir so richtig angekommen auf Französisch-Polynesien! Unsere Entdeckungstour der letzten Tage gliedern wir einmal in die einzelnen Inseln auf, die wir bisher besucht haben…

Tahiti – die pulsierende Metropole der Gesellschaftsinseln

Auf Tahiti haben wir die ersten beiden Tage damit verbracht, die unmittelbare Umgebung zu erkunden und das warme Wasser zu genießen! Alle Inseln sind von einem Riff umgeben, so dass man beim Baden gehen nicht direkt ins offene Meer steigt, sondern wie in eine große Badewanne 😉 ! Wir haben natürlich erst einmal die angenehmen Temperaturen um die 30 Grad Celsius und Wassertemperaturen um die 28 Grad genossen. Nachdem wir zunächst von dem heftigen Straßenverkehr auf Tahiti überrascht wurden waren – echt crazy! – sind wir dann doch lieber am Strand entlanggelaufen, wenn wir zum Supermarkt wollten – einfach genial. Wir haben sehr leckeres Baguette gegessen, Knusperbrot mit französischem Käse und die ersten beide Tage vergingen wie im Flug. Um mehr von dem Inselleben mitzubekommen, haben wir einen Roller gemietet und sind nach Papeete (Hauptstadt) gefahren. Hier wurden wir von einer pulsierenden Kleinstadt mit Hunderten von Perlenläden überrascht. Natürlich denkt man bei Tahiti sofort an dunkle Perlen, daher haben wir uns auch das einzige Perlen-Museum auf der Welt angesehen. Wir sind zwar immer noch keine Experten, aber ein paar interessante Infos gab es schon: wie entstehen Perlen überhaupt, welche Formen, Farben und Größen gibt es! Es war sehr lehrreich und spannend! Danach ging es auf den bekannten Markt in Papeete! Hier haben wir tolles Obst gesehen, die bekannten Öle für zarte Haut getestet, bunte Tücher angesehen und noch einmal Perlen bestaunt (direkt neu erworbenes Fachwissen angewendet)! Am nächsten Tag haben wir uns dann entschieden in die andere Richtung zu fahren. Zunächst kamen wir an Höhlen in tollen Gärten vorbei, bis zu einem schönen schwarzen Sandstrand. Nach einer Runde im Wasser ging es dann nach Tahiti Iti (Tahiti ist in Tahiti – „Nui“ und –„Iti“ unterteilt, was so viel wie großes und kleines Tahiti bedeutet). Wir fuhren vorbei an Palmen, tollem Wasser und wurden schließlich nur von einer Regenfront gestoppt. Zum Glück hielt der Regen hier nur kurz an, so dass wir nach einer Pause noch zum Aussichtspunkt auf Tahiti Iti fahren konnten! Auf unserer Rundfahrt haben wir festgestellt, dass es anscheinend gerade Erntezeit ist, überall frische Früchte! Vor allem reife Mangos findet man hier überall! Natürlich haben wir unterwegs die ein oder andere heruntergefallene Mango eingesammelt und der Geschmack ist ein wahrer Genuss! Ich habe bisher keine Mangos gemocht, aber diese süßen butterzarten Früchte hier sind der Hammer! Neben meiner neuen Leidenschaft für Maracujas, habe ich nun auch Mangos für mich entdeckt!
An unserem letzten Tag auf Tahiti haben wir dann wieder die Richtung gewechselt, waren noch einmal in Papeete und haben einen Blick auf den Lafajette-Strand geworfen. Unser Fazit: Tahiti ist mit Papeete eine sehr pulsierende Insel und man kann sehr gutes französisches Essen genießen! Was uns jedoch auch gerade im Vergleich zu der Osterinsel aufgefallen ist, war der anstrengende Verkehr (Pariser Verhältnisse 😉 und es gibt hier auch täglich Staus!) und damit viel Lärm!
Wir hatten uns bei der Planung für Französisch-Polynesien dafür entschieden, ein Island-Hopping zu machen, daher waren wir nun auf Moorea gespannt, die Nachbarinsel von Tahiti!

Moorea – die Ananasinsel

Moorea haben wir nach einer 10minütigen Flugzeit erreicht! Das war unser kürzester Flug den wir je hatten! Vorteil bei einem derartigen Flug war natürlich der tolle Blick über Tahiti und Moorea! Wir haben hier in einem Bungalow am Meer 2 Nächte verbracht und es war genau das, was man sich unter Südseeinsel vorstellt. Hier auf Moorea gab es nicht viel Verkehr, dafür türkisfarbenes Wasser und tolle Strände! Highlight für uns war das inkludierte Kayak, mit dem wir über das Wasser gepaddelt sind, bei Sonnenuntergang und auch kurz nach Sonnenaufgang! Am 2. Tag haben wir auch hier einen Roller gemietet und die Insel angesehen, schließlich kann man Moorea nicht verlassen, ohne die Ananasplantagen gesehen zu haben. Der Roller wurde kurzerhand geliefert und statt direkt zur Ananasplantage zu fahren, haben wir zunächst an einem tollen Strand angehalten. Hier gab es kristallklares, türkisfarbenes Wasser und schöne Palmen! Pat war mit der Schnorchelausrüstung im Wasser verschwunden und ich habe mal einfach im flachen Wasser gelegen – so ganz entspannt, wie man es so aus Urlaubskatalogen kennt 😉 ! Einen kleinen Sonnenbrand später haben wir es dann über die Ananasplantagen zu einem tollen Aussichtspunkt geschafft! Wir haben in die bekannte Cook Bay und Oponuhi Bay geschaut und der Blick über die Insel war einfach nur atemberaubend! Die Insel ist so sattgrün und von interessanten Bergen geprägt – einfach schön! Pat hatte bereits an diesem Punkt meine Faszination für die Südsee verstanden und ist begeistert von der Naturschönheit!
Am letzten Abend haben die 2 Französinnen, welche die Bungalows betreuen, Kokosnüsse frisch vom Baum gepflückt und aufgeschlagen, und es gab neben frischem Kokosnusssaft auch Kokosnussmilch und Kokosnussfleisch!

Huahine – Der Garten Eden

Auf Huahine sollte es nun noch authentischer werden. Am Flughafen wurden wir vom Besitzer unserer Pension mit Tiare-Blumen begrüßt. Tiare ist eine weise Blume aus der Gattung der Gardenie, sie duftet herrlich und ist die Nationalblume auf Französisch-Polynesien! Unser Host hat sich förmlich ein Bein ausgerissen uns Erläuterungen zur Insel zu geben und nach Ankunft gab es erst mal einen frischen Limettensaft mit Vanille! Eine sehr leckere Kombination! Die Polynesier sind ein sehr freundliches Volk, man wird überall freundlich gegrüßt, bekommt Mitfahrgelegenheiten angeboten und sieht Menschen einmal wieder lächeln! Die Freundlichkeit gipfelte in einem großen Korb mit Obst, den uns unser Host brachte, frische Ananas und Mangos! Wir waren begeistert! Zunächst haben Fare, den Hauptort von Huahine besucht und uns die Polynesier beim Bankdrücken-Wettbewerb angesehen! Das Bankdrücken scheint Nationalsport zu sein! Danach sind wir nicht weit entfernt von unserer Unterkunft an einem kleinen Strand zum Schnorcheln und Baden gewesen! Huahine hat uns sehr gefallen, die Natur ist fantastisch und es gibt hier kleine idyllische Fleckchen! Natürlich sollte auch hier eine Roller-Fahrt um die Insel nicht fehlen!
Ihr merkt – wir sind auf den „Roller“ gekommen!;)
Zunächst haben wir auf Empfehlung an einer kleinen Vanilleplantage angehalten. Dieser Besuch bleibt sicher lange in Erinnerung. Franc hat uns seinen fantastischen Garten gezeigt, in dem es auch eine Vanilleplantage gab. Neben der Vanille haben wir frische Kokosnuss verkostet, Pamelos geschenkt bekommen und einen tollen Garten besichtigt! Vanille von Französisch Polynesien gehört übrigens zur weltbesten Vanille, insbesondere die von Tahaa! Danach ging es dann weiter vorbei an Palmen und kleinen Stränden! Die Zeit vergeht so schnell, man hält einfach mal hier und da an und schon ist der Tag rum! Am nächsten Morgen hatten wir uns noch eine kleine Wanderung vorgenommen, wir wollten auf einen Berg um den 360 Grad Blick um die Insel zu haben. Trotz dichter Wolken sind wir gestartet, natürlich machte der Regen nicht vor uns halt und wir kamen völlig durchnässt auf der Spitze an! Der Blick war beeindruckend, gar nicht auszumalen, wie es wohl bei blauem Himmel ausgesehen hätte! Einige Selfies später sind wir dann zurück. Leider sollte der Regen diesmal nicht so recht aufhören – irgendwie änderte sich nur die Intensität! Es ist nun mal Regenzeit hier, also gehört es dazu! Aber die Temperaturen sind konstant, so dass es wie eine warme Dusche erscheint! Verabschiedet wurden wir dann mit einer ganzen Tiare-Blumenkette und eigentlich wollten wir Huahine nicht so recht verlassen – aber wer will schon den Garten Eden verlassen ,-) ?

Tahaa – die Vanilleinsel

Nun ging es bei Regenwetter mit dem Flugzeug nach Raiatea, der Schwesterinsel von Tahaa. Im Hafen von Raiatea haben wir dann die Fähre nach Tahaa genommen und schipperten erst einmal 1,5 Stunden bis zu unserer Anlegestelle. Gar nicht so einfach hier von einem Ort zum anderen zu komme, aber trotz nicht vorhandener Französisch-Kenntnisse hat es Panne bis zur Pension geschafft! Irgendwie waren wir nun wohl am abgeschiedensten Örtchen angekommen. Soweit wir überblicken können, sind wir die einzigen Gäste hier! Hier merkt man schnell, welche Inseln von Touristen besiedelt sind und wo es ruhiger zugeht. Hier hatten wir mal wieder das Glück, dass Kanus zur Ausstattung gehörten und somit haben wir uns am Nachmittag aufgemacht auf ein vorgelagertes Motu (kleine Insel), vor welcher eine toller Korallengarten liegt! Nach einer halben Stunde Paddeln kamen wir etwas erschöpft an, aber wir wurden mit tollen Korallen, bunten Fischen und Muscheln belohnt! Ein toller „Spot“!!! Die Zeit auf Tahaa haben wir also vor allem mit Kanu Fahren und Schnorcheln verbracht! Einen Tag habe wir uns jedoch Fahrräder ausgeliehen, um auch hier die Insel zu erkunden! Es ging vorbei an Palmen, Vanilleplantagen und kleinen Örtchen!
Damit wir uns aber nicht zu sehr entspannen, gibt es auch hier immer mal die ein oder andere Herausforderung. Eine Nacht haben wir zum Beispiel damit verbracht eine Tellergroße Spinne aus unserem Zimmer zu vertreiben! Ansonsten halten uns die Moskitos auf Trapp, trotz Spray und Antimoskitokerzen haben wir einige Stiche abbekommen! Abgesehen davon geht es uns super ;-)!
Unser nächstes Ziel liegt im wahrsten Sinne des Wortes direkt vor unseren Augen: wir sehen bereits die Insel Bora Bora! Weihnachten unter Palmen mit Panne auf Bora Bora!!!

Seid gespannt auf unser nächstes Ziel: „die Perle der Südsee“ …

Warme Südseegrüße nach Deutschland,
Eure Weltenbummler

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