Monument Valley – Navajo Indianer Reservat

Huhu Ihr Lieben,

wie versprochen – noch unsere Erlebnisse aus den letzten Wochen.
Natürlich beginnen wir hier von Anfang an – die Reise vom Capitol Reef in das Monument Valley, wo ich auch meinen Geburtstag gefeiert habe wowowow.
Aber zuerst mussten ca. 190 Meilen zurückgelegt und das “Regenwetter in Capitol Reef” abgehängt werden. Wie sich dann herausstellte – 190 Meilen durch das Land wo scheinbar das “Nirgendwo” ein Zuhause hat. Weit und breit nichts zusehen außer Steine, Sand und erfreulicherweise auch ab und an eine Tankstelle!;)

Nur noch 20 –30 Meilen vom Ziel entfernt standen wir plötzlich vor einem Warnschild mit dem Hinweis, dass die Straße ab jetzt nun ein Schotterweg wird und Trucks / Wohnanhänger und RV’s nicht mehr passieren dürfen, ebenso sind auch nur noch 20 Meilen pro Stunde erlaubt!?! Wir haben uns mit fragenden Blicken angeschaut, denn im Navi stand nix von “Offroad” fahren. Ein weiterschweifender Blick nach vorne erklärte dann auch warum die Hinweise: die Straße macht eine scharfe Linkskurve und der Blick geradeaus schaute in ein “laaanges nichts”. 🙂
Am Ende sind wir eine Serpentinenstraße an einer “Canyon Wand” heruntergefahren. Ich war völlig außer mir vor Freude!;) Wer es nachschauen will: “Moki Dugway, Muley Point Overlook” oder hier:

Map picture

Nach dem wir den “Moki Dugway” nun erfolgreich passiert hatten waren wir auch im Monument Valley angekommen. Die “Weite” ist einfach atemberaubend und schnell wird klar warum es “Monument Valley” heißt. Die massiven Steinriesen inmitten einer flachen Wüstenlandschaft – jedes Monument für sich so riesig und alleine  – das hat wirklich etwas!

Nach kurzer Zeit haben wir auch das Indianer Reservat der “Navajo Indians” erreicht.
Vorbei an einem kleinen “Airport”, an einem “College”, “Gas station” und “General Store”, sind wir mitten durch zwei riesige Felsen zu unserem Campground gefahren. Was immer auch von vorne kommen mag – wir sind durch zwei riesige Felsen geschützt!:)

Wir haben es hier auch noch mal raus gesucht, die Nadel entspricht ungefähr unserer Tentsite:

Monument Valley - Tentsite

Beim Check-In durften wir unsere Tentsite, von den noch freien Plätzen, selbst aussuchen. Also rein ins Auto – kurz den Campground abfahren – und ein Platz mit Nähe zu frischem Wasser, guten Blick und Nähe zu den “Restrooms” war schnell gefunden – zurück – alles mit der Rezi geklärt und dann das Zelt aufgebaut. Leider haben wir beim Aufbau des Zeltes einen Verlust erfahren müssen. Haben wir doch tatsächlich einen unserer coolen “Heringe” beim Einschlagen in den Wüstenboden abgebrochen. Der Boden war sowas von fest – unglaublich. Was macht man in solch einer Situation?
Natürlich – erst mal “gucken” wie die anderen das gemacht haben!;
Hier gab es alles – von “Zeltnägeln” die wie riesen Pilze aus dem Boden ragten bis Spannseile die unter große Steine gelegt wurden. Das war uns vorher gar nicht aufgefallen. Wir haben uns dann auch für die “große Steinvariante” entschieden – schließlich sind wir hier im Monument Valley – wenn es hier was gibt, dann Steine!;)

Als das Zelt stand haben wir uns direkt ans Abendessen gemacht. Wir konnten es noch zubereiten und dann kündigte sich auch schon das nächste Problem an. Ein starker Wind gesandt als Vorbote eines Gewitters mit bösen dunklen Wolken. Sind wir hier nicht in der Wüste? Und außerdem – hatten wir das nicht schon im Capitol Reef abgehangen?
Um es kurz zu machen – wir haben den restlichen Abend im Auto verbracht. Das Wasser kam in Strömen vom Himmel und nun die Preisfrage, wohin lief das Wasser? 🙂 Eine Idee? Exakt – denn – wir hatten nicht nur eine super Nähe zu den “Restrooms” und Frischwasser, sondern auch noch den tiefsten Platz am Campground. Das Wasser lief nur so unserem Zelt durch und hat sich “dahinter” gestaut bis es den Punkt zum Abfließen überwunden hat!:) Nach ca. 23:00 Uhr hatte sich das Wetter beruhigt und das Wasser war zum größten Teil abgeflossen – kurzer Zeltcheck – alles noch dran und die Steinvariante hat gehalten – und das wichtigste – Innen blieb alles trocken- Spitze!

Am nächsten Tag haben wir mit der Rezi gesprochen und durften uns einen anderen Platz aussuchen – beim Umzug haben wir unser Zelt Boden, erste Zeltplane und zweite Zeltplane vom Schlamm befreit und alles wieder ins Reine gebracht. Dieses Mal ließen sich auch die “Heringe” Superleicht im Boden verankern. 😉
Wie sich später noch mal zeigte war der Umzug die richtige Entscheidung – ein weiterer Sturm hatte uns am 03. Juli mit heftigen Winden und Regen heimgesucht. Wahnsinn!!
Wir waren am Visitor Center und haben schon in einer weiten Entfernung eine riesige Wand von Staub gesehen die sich langsam annäherte – wie im Film. Das war echt fesselnd zusehen. Im Visitor Center hatte man alle Fahnen von den Mästen entfernt – eine deutliche Geste – wir sind dann auch mal schnell zum Campground und haben auf das unausweichliche gewartet. Der Wind hat die Zelte gepeitscht – man konnte kaum zusehen. Aber man kann einfach nichts machen außer hoffen und im “Notfall” reagieren. Das sind die erste Erfahrungen mit solchen Wetter zusammen mit Zelt – es ging alles gut und das Zelt hat tapfer gehalten – Helle Begeisterung!;)

Nun habe ich die ganze Zeit nur von dem Wetter gesprochen. Doch was macht man eigentlich noch so mitten in der Wüste? Ausruhen, über das Internet schimpfen das nicht funktioniert;), Geburtstag feiern. Zu meinem Geburtstag waren wir in dem Restaurant “the view”. Hier haben wir die Chance genutzt und authentisches “Navajo Indian Food” zu verköstigt. In der Zusammenfassung – es war echt lecker – Roter Chili mit Bohnen, Fleisch (so genau weiß ich es gar nicht lol) und “Arizona Bred”. Zuvor noch super leckere Vorspeise (Kartoffelsuppe und Salat). Aber das Beste – und haltet Euch fest “gekühltes Becks Bier” (zwar Alkoholfrei, im gesamten Reservat gibt es kein Alkohol), aber immerhin Becks und es hat echt gut zum Essen gepasst. Und während man sein “Navajo Food” so genießt, schaut man aus dem Panorama Fenster auf die einzelnen Monumente – ganz fein!;)

Der vierte Juli – Independence Day – und wir sind in einem Indianer Reservat. Hmmm..anfangs erschien uns das nicht ganz so clever, betrachtet man die Geschichte der Vereinten Nationen und die der Ureinwohnern Amerikas – aber wir haben es anders erlebt. “Firework 09.00pm at Airport” – so stand es an der Rezi.
Die Pyrotechnik wurde entlang der Runway aufgebaut (ist eine zweispurige Teerstraße).
Viele kamen mit Pickups – parkten Rückwärts und haben sich auf die Ladefläche gesetzt, andere kamen mit Stoffstühlen, einige kamen gelaufen (teilweise auch Barfuß) und haben sich ins Gras gesetzt – und alle mit Blick auf die Runway.
Mit Einbruch der Dunkelheit wurden die Feuerwerkskörper von “Hand” gezündet und der Himmel und “the Valley” wurden Bunt gefärbt. Die Kulisse war echt einzigartig. Die Konturen der Monumente sind im bunten Blitzlicht des Feuerwerks erstrahlt und haben für wenige Augenblicke ein wunderschönes Bild gezeichnet. Ich schätze für den 4ten Juli war dies ein kleines Feuerwerk, obwohl es durch die „Handzündung“ (somit längere Pausen zwischen den einzelnen “Knallern”) auch fast 1h anhielt. Aber es war nicht nur wegen der Kulisse ein schönes Feuerwerk, sondern auch wegen der Menschen die Zusammen so laut gepfiffen und applaudiert haben bei besonders schöne Formen und Farben – die sich einfach gefreut haben! 🙂

 

Liebe Grüße
Euere Weltenbummler

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