Las Vegas – The Big Shot!

Huhu Zusammen,

kennt ihr das Lied von „Mark Forster – Egal wohin ich will, da fährt ein Bus“?

Als wir diese Zeilen schrieben, saßen wir gerade in einem dieser bekannten „Greyhound“ Busse und düsten durch das Land – von Las Vegas zurück nach Los Angeles – da wo vor 2 Monaten alles begann! 🙂 Leider wurde mir während der Fahrt im Bus doch „übel“, ein bekanntes Problem, sodass ich mit schreiben aufhören musste. Inzwischen, ca. 12h später, sind wir nach 2 Flugstunden von Los Angeles in Seattle Zwischengelandet und in weiteren 2h (06:00 am) geht der Flug nach Anchorage, Alaska. Dabei haben wir den Flug gerade noch erwischt – wir waren pünktlich am Flughafen und haben uns in das „Gate“ für Anchorage gesetzt. Beim „Boarding“ und Flugticketprüfung fiel dann auf, dass wir im falschen Wartebereich sitzen und unserer Flug schon „ge-boarded“ wurde. What? Falsches Gate? Ungelogen – in der nächsten Sekunde wurden wir auch schon über die
Lautsprecheranlage von Las Vegas ausgerufen, dass unser Flugzeug uns vermisst. Unser Ziel ist zwar Anchorage – doch wir haben einen „Stop over“ in Seattle, also ein anderes Flugzeug, das aber zum Glück nur ein Gate weiter „ge-boarded“ wurde. Puh – noch mal Glück gehabt!;)))

In Seattle sitzen wir gerade in einem Schaukelstuhl, vor einer riesen Glaswand zum Rollfeld, trinken einen Kaffee, um die müden Augen zum offen bleiben zu motivieren und schreiben diesen Text, während die Flugzeuge recht munter starten und landen. Recht viel betrieb für Nachtflugverkehr.

Aber das eigentlich Spannende ist der Weg bis hierher – die letzten 3 Tage.
Gehen wir zurück nach Buellton – unseren Luxus Campground mit Pool und Duschen. Nach dem Frühstück am Freitagmorgen haben wir mit den Vorbereitungen für Alaska begonnen. Man kann sagen – wir sind wieder aus dem Mietwagen „ausgezogen“ und wieder in den Rucksack gezogen. 🙂  Die Vorbereitungen liefen ganz gut und dauerten bis zum frühen Nachmittag an. Detaillierten Planung, wie „was kommt für in den nächsten 3 Tagen an Kleidung ins Handgepäck, um auf Las Vegas, lange Busfahrt, Los Angeles, Flugzeug und Anchorage vorbereitet zu sein“. Das braucht seine Zeit.

Am Abend haben wir uns dann mit dem vom Campground angebotenen BBQ belohnt und bei kühlem Bier die Live Musik und die köstlichen Grillschätze genossen. Als wir zu unserem Zelt zurückkamen, haben uns auch unsere neuen Nachbarn begrüßt. 6 Amerikaner in ungefähr unserem Alter, sie waren echt freundlich und wollten uns zu ihrem Lagerfeuer einladen. Allerdings war es schon irgendwas nach 09.00pm und wir wollten morgenfrüh um 07.00am losfahren, um nach ca. 650km Fahrt noch einigermaßen pünktlich in Las Vegas anzukommen. Aber mit der gekonnten Frage „Kennt ihr gegrillte Marschmello’s zwischen zwei Schokoladen Keksen gelegt“ schon, hatten Sie uns am Haken. Es war ein echt super Abend mit coolen Gesprächen und interessanten Ansichten. Als wir zu Beginn ein wenig von uns erzählt haben wurden wir von allen gleichzeitig mit Fragen über Uns und unserem Vorhaben überschüttet. Sie waren super Gastfreundlich und haben alle ihre besten Schätze von Bier bis hin zu „das müsst ihr unbedingt noch probiert haben, Cocktails“ mit uns geteilt. Später waren wir alle sogar ein wenig traurig, das uns nicht mehr Zeit, als nur dieser Abend blieb. Aber trotzdem – um 01.30am mussten wir dann wirklich gehen – schließlich ist Zeltabbauen auch noch vor Abfahrt nötig. Am nächsten Morgen sind wir dann um 07.30am abgefahren – fast pünktlich – müde und Zufrieden!:)

Die Fahrt selbst war dieses Mal furchtbar. Um es auf Deutsch zu sagen, an diesem Tag hatten wir es nur mit Idioten zu tun. Der Titelsieger „Idiot des Tages“ hat uns beim Überholen fast gerammt und von der Straße gekegelt – ganz ehrlich – aber sonst lief alles gut. In Las Vegas haben wir schnell das Zimmer bezogen, geduscht und gegen 06.30pm den Mietwagen am Flughafen abgegeben. Dann war erst einmal durchatmen angesagt – der Mietwagen ist weg und es gab keine Beanstandungen – da muss man auch mal kurz innehalten! 🙂

Nun konnten wir uns wieder Vegas zuwenden – hat Pat noch ein „must do“ auf der Liste, den Stratosphere Tower und einer dieser 3 abgefahren Fahrgeschäfte. Ich muss zugeben, ich hatte ernsthafte Bedenken und weiche Knie bekommen. Aber ich hatte allerbeste Unterstützung durch Anne, die einfach das Ticket gekauft und mir es mit einem Lächeln in die Hand gedrückt hat. Nun waren die $5 Dollar für ein „ride“ ausgegeben – die wollte ich dann natürlich auch nicht verfallen lassen!;) Also ging es die ca. 280m hoch auf den Seattle Tower und meine Gedanken rasten wie auf einer vollbefahren 6 spurigen Autobahn. Erinnerungen an den schrecklichen 48m freien Fall im Movie Park oder der schwindelerregenden Fahrstuhlfahrt im Eifeltower (bis in die Spitze) rasten durch meinen Kopf. Und nun sehe ich mich vor dem gelungenen Mix aus den beiden Erlebnissen.
Als sich die Fahrstuhltüren öffneten fiel mein Blick direkt über Las Vegas, bei Nacht und die Luft war angenehm warm. Die Hubschrauber (welche die Rundflüge über die Stadt anbieten) flogen auf „Augenhöhe“ vorbei. Das Ganze hatte eine Atmosphäre wie im Film.;)
Danach habe ich mich wieder der Turmmitte zugewendet und mir mein Schicksal den „Big Shot“ angeschaut. Auf dem ohnehin schon 280m hohen Turm wird man mit ca. 72 km/h weitere zusätzliche 50m in die Luft geschossen und es geht im freien Fall wieder zurück – und wieder hoch – und wieder zurück. Alleine das Zusehen ist FANTASTISCH und Schwindelerregend Zugleich! 😉

Nun war ich dran – meinen Platz eingenommen, habe ich meine Nachbarn gewarnt, dass ich wahrscheinlich wahnsinnig kreischen werden und sie mir das bitte nicht übelnehmen sollen. 😉 Bequem in einem roten vollgeschalten Sitz hängen die Beine frei nach unten – nachdem Sicherheitscheck aller „Passagiere“ von der Crew hat jeder für sich selbst auch noch mal die Halterung kontrolliert – doppelt hält besser. Kurz vor dem Start gab es noch die Empfehlung die Hände einfach in die Luft zu heben – netter Versuch – und dann ging es auch schon los. Man kann kaum so schnell denken – die Beschleunigung ist Wahnsinn und bis man kreischen kann ist man schon oben – ein Atemberaubender Blick über Las Vegas und nichts was einem im Blick stören könnte – und dann geht es auch schon direkt wieder nach unten – das schlimmste an der ganzen Fahrt, der ganze Körper ist gefühlt voll Adrenalin und Abwärts kribbelt es nur so im Bauch, dass man nur noch schreien kann – und dann geht es auch schon wieder nach oben…die Fahrt dauert nicht mal eine Minute – dann ist alles vorbei und man darf mit zitternden Knien sein Sitz verlassen. Ich muss es einfach so sagen – es war „soooooo geilll“. Ich wollte fast noch mal und hatte direkt vergessen, mit welch schweren Beinen ich zum Ticketschalter bin. 😉

Hier ein kurzer Link zur Las Vegas „activity Website“:
http://www.stratospherehotel.com/Activities/Big-Shot
Die Webiste ist in Englisch, aber die Bilder kann man trotzdem verstehen. 😉

Wer in Vegas ist – den kann ich es nur empfehlen eines dieser 3 „rides“ zu machen!!!

Völlig motiviert von dem Abenteuer haben wir dann den Gutschein „Buy One – get Two“ Cocktail in der Skylounge im Tower eingelöst. Eine komplett dunkel gehaltene Lounge zwei Etagen unter den Fahrgeschäften mit guter Musik und sensationellen Vogelblick auf den Strip bzw. über Las Vegas.

Nachdem Tower sind wir ins Bellagio – wieder einmal, und haben in dem Casino unser Glück versucht, um 03.30am waren wir dann in unserem Hotel. Ohje – so war das nicht geplant – denn die nächsten 24h bestanden daraus mit dem Greyhound Bus nach LA zufahren und von dort über Seattle nach Anchorage zu fliegen, wobei wir wieder am Anfang dieses Berichtes sind. 😉

[Update 20.08.2016]
Das Versproche Interview mit mir selbst nachdem Big Shot:)

Liebe Grüße
Eure Weltenbummler

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