Abenteuer Myanmar (Teil 1): Von Mönchen, Nonnen und Pagoden…

Hallo liebe Panne-Leser,

Panne hat es nach Myanmar geschafft! Wir sind mit Air Asia von Bangkok nach Mandalay geflogen und hatten zunächst nichts weiter, als 2 Übernachtungen gebucht! Durch den ganzen Stress der Flugstornierung auf Bali waren wir auch mit den Reisevorbereitungen nicht vorangekommen! Aber jetzt kamen wir erst einmal hier an! Die Einreise verlief problemlos – das Visum hatten wir zum Glück beantragt und daher alles kein Problem! Vom Flughafen ging es eine Stunde lang mit einem Minivan, der mit tollen Gardinen ausgestattet war, bis zu unserer Unterkunft! Hier haben wir uns dann einen Plan gemacht, wie wir die nächsten 10 Tage in Myanmar verbringen wollen! Dank einer sehr guten Übersicht mit den Hauptbesuchszielen von unserer treuen Pannelesern Manfred und Regina (Vielen Dank!!!), haben wir schnell einen Überblick bekommen und versucht Touren zu organisieren. Da die Hauptreisezeit in Myanmar Ende März / Anfang April zu Ende ist, gestaltete sich die Organisation hier sehr schwierig! Ballonfahrten, Bootsfahrten etc. findet in dieser Zeit nicht statt! Wir fragten geduldig an der Rezeption, schrieben E-Mails und erreichten gar nichts! Hier scheint es also nur eine Hauptreisezeit zu geben und eine „Nicht-Reisezeit“! Warum hört eigentlich Ende März die Hauptreisezeit auf??? Ganz einfach – bei Durchschnittstemperaturen um die 40 Grad (gefühlt 50 Grad Celsius) ist es einfach für die meisten Besucher zu warm und dann setzt auch bald die Regenzeit ein! Nachdem ich mal wieder das halbe Internet umgegraben habe, konnten wir doch noch einen Anbieter finden, über den wir dann einige Ausflüge organisiert haben! Es konnte also losgehen!!!

Am ersten Tag in Mandalay haben wir die Zeit genutzt und sind mit dem Fahrrad zum Mahamuni Tempel gefahren und haben uns die wohl heiligste Stätte in diesem Bezirk bzw. auch in ganz Myanmar angesehen. Die Fahrradtour selbst war bereits ein Erlebnis. Nach mehreren Monaten im Linksverkehr, ging es nun mal wieder auf die rechte Spur! Obwohl man sagen muss, eigentlich war es fast irgendwie egal wo man fuhr! An der ersten Kreuzung angekommen erwartete uns Chaos, nachdem wir die Situation einen Moment beobachtet hatten, war klar, hier muss man irgendwann einfach fahren! Die Pannestrategie sah dann meist so aus: wir warteten auf ein Auto, dass in dieselbe Richtung fahren wollte und wir sind dann sozusagen im Seitenschatten einfach mitgefahren! Und das alles bei 40 Grad!!! Aber auch das haben wir gemeistert und haben uns Mahamuni angesehen und der goldene Buddha war einfach wunderschön. Auffallend war auch hier bereits, dass wir immer wieder gegrüßt wurden, angestarrt und man wird es nicht glauben, sogar mehrfach gefragt wurden, ob man ein Selfie mit uns machen darf! Klingt komisch, oder? Panne wurde nach Selfies gefragt – Warum? Die Frage klärte sich bald, denn es pilgern hier sehr viele Burmesen vom Land zu den Tempeln und Pagoden, die noch nie Menschen aus anderen Kulturen gesehen haben. Insbesondere Patrick`s blau-graue Augenfarbe war wohl ein Phänomen, dass Fotos erforderte! Nach unserer Besichtigung haben wir dann auch in einem einheimischen Restaurant gegessen und die burmesischen Currys getestet. Das Essen war vergleichsweise sehr fad, aber gut verträglich! Später erfuhren wir, dass man immer dazu sagen muss, wenn man es schärfer mag! Unser Magen-Darm hat sich offensichtlich inzwischen an sämtliche Bakterien gewöhnt, so dass wir keine Schwierigkeiten hatten!!!

Am nächsten Tag ging es dann mal wieder mit dem Fahrrad los! Wir fuhren zum Palast, den wir uns unbedingt ansehen wollten. Hier lebten die letzten beiden Könige von Myanmar bis 1885. Der Palast liegt am Fuße des Mandalay Hill und ist 2 x 2 km groß, umgeben von einem Festungsgraben! Der Original-Palast wurde im Zweiten Weltkrieg fast komplett zerstört, aber 1990 wieder rekonstruiert. Vom Palast aus ging es dann zu den bekannten Pagoden in Mandalay. Wir besuchten unter anderem die Kuthadow Pagode, in der sich 729 kleine weise Pagoden befinden, in jeder steht eine mit der Lehren Buddhas beschriebene Marmortafel! Diese Pagode wird auch das größte Buch der Welt genannt.

Zum Abschluss unseres Tages sind wir dann den Mandalay Hill hochgelaufen! Über 1000 Stufen ging es hinauf und Panne schaffte es bei der Hitze bis nach oben! Bereits auf dem labyrinthartigen Weg nach oben kommt man immer wieder an Buddhas vorbei, bis man schließlich am Haupttempel auf dem Berg in der Su Tagung Pyi Pagode ankommt! Der Ausblick ist toll -man hat einen wundervollen Blick über die Stadt und den Irrawady River, auch Ayeyarwady Fluss genannt. Der Sonnenuntergang war wundervoll – die Sonne tauchte als rote Kugel hinter den Bergen unter!

Am dritten Tag ging es dann in die alten Königsstätte rund um Mandalay! Wir wurden pünktlich von unserem Tourguide abgeholt und fuhren über den Irrawady River auf die andere Seite! Dort ging es zunächst nach Mingun, wo wir uns den „Taj Mahal“ von Mingun ansahen, einen weisen Tempel, der ähnlich wie der Taj Mahal von einem Mann erbaut wurde, der seine Frau verloren hat. Danach sahen wir die größte noch funktionierende Glocke der Welt (die größte Glocke der Welt befindet sich übrigens im Kreml, aber sie ist nicht mehr funktionstüchtig)! Die Glocke selbst war riesig (3,70 m hoch und 5m im Durchmesser) und das Beste daran: man darf sie sogar erklingen lassen!!! Das tut man hier traditionell mit einem Holzstock, der gegen den unteren Rand der Glocke gehauen wird!  Nachdem wir auch noch die bekanntesten nicht fertiggestellten Mingun-Pagode besucht hatten hielten wir kurz an einem Kloster an. Unser Tourguide hatte entdeckt, dass die Mönche gerade zum Mittagessen gehen wollten, wobei sie einer nach dem anderen (dem Mönchsalter entsprechend) in den Speisesaal liefen. Wir hielten also an und beobachteten die Mönche! Unser Tourguide erklärte, dass die Mönche nun zu Mittag essen würden und das dies auch die letzte Mahlzeit des Tages sei. Als Mönch gibt es also kein Abendessen! Im Hintergrund entdeckten wir vermeintlich weitere Mönche in rosafarbenen Roben. Unser Guide erläuterte, dass es sich hierbei um weibliche Mönche handele (also Nonnen), welche zu Besuch seien und das Mittagessen für die Mönche gespendet haben! Als die Mönche im Speisesaal verschwunden waren, liefen die Nonnen los, welche in einem anderen Speisesaal essen sollten. Wir wurden plötzlich angesprochen und ehe wir uns versahen, waren wir vom Kloster zum Mittagessen eingeladen wurden. Panne saß also inmitten der Nonnen in ihren rosafarbenen Roben und bekam traditionelles burmesisches Essen serviert! Die Nonnen sangen zunächst und dann ging es los! Reis mit Currys, Fisch, Salat – alles war dabei! Zum Dessert gab es einen süßlichen Kokosnuss-Naturjoghurt-Drink! Das war fantastisch!!! Wir waren beide hin und weg und haben das beste Essen hier in Myanmar genossen! Panne durfte also mit Nonnen im Mönchskloster speisen – unvergesslich!

Nach diesem Erlebnis ging es dann weiter in andere alte Königsstädte. Auf dem Sagaing Hügel sahen wir tolle Pagoden! Danach haben wir dann noch einen Abstecher nach Inwa (ehem. Ava) gemacht, wo wir in einer kleinen Pferdekutsche eine Fahrt über Stock und Stein zum ältesten erhaltenen Teakholz-Haus und den Überresten alter Pagoden und eines Klosters gemacht haben! Zum Abschuss ging es dann auch noch zur längsten Teak-Holz Brücke der Welt: der U Bein Bridge! Die Brücke ist 1,2 Kilometer lang und wurde 1850 gebaut. Sie bestand ursprünglich aus 1086 Pfählen!!! Manche wurden bereits ersetzt, wir haben gehört, dass die Brücke wahrscheinlich in naher Zukunft geschlossen und man eine andere Brücke daneben setzen wird!

All unsere Erlebnisse hier festzuhalten, ist fast gar nicht möglich! Wir haben in diesen ersten Tagen in Mandalay so viel gesehen und erlebt – es war unbeschreiblich! Von Mandalay aus geht es nun nach Bagan – einen der bekanntesten Orte in ganz Myanmar! Bagan ist die Stadt der Pagoden – allein heute stehen hier noch immer ca. 4000 davon! Also seid gespannt, was Panne erlebt – es sei so viel verraten: es bleibt abenteuerlich!

Ganz liebe Grüße aus Myanmar,

eure Weltenbummler!

Ein Gedanke zu „Abenteuer Myanmar (Teil 1): Von Mönchen, Nonnen und Pagoden…

  1. Definitiv die geilsten Fahrräder der ganzen Reise 🙂 und bei 40 bzw. gefühlten fast 50 Grad noch 1000 Stufen nach oben zu laufen- Respekt !! Aber dafür wurdet Ihr ja von dem tollen Sonnenuntergang verzaubert. Und dann das Essen im Kloster, und auch noch lecki Red Bull für’n Pat – voll die „Wow- Erlebnisse“ wiedermal !!

    Und Anne: richtig tolle Klamotten hast Du Dir für die Pagode besorgt 😉 !!

    Ich hatte keine Vorstellung von Myanmar und bin jetzt schon begeistert! Freu mich auf die nächste Geschichte!

    Knutschi von der Couch zu Hause nach (wahrscheinlich jetzt schon) Indien 🙂 !!

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